- Von Ernst Ulrich von Weizsäcker
- 30. März 2010 | 08:56
Was kann noch getan werden, um dem Ziel Klimaverträglichkeit näherzukommen? In unserem Buch erläutern wir die Idee einer langfristig festgelegten Steigerung der Energie- und Rohstoffpreise. Diese Steigerung muss sozialverträglich geschehen. Da würde der Bundespräsident vollkommen zustimmen. Die Preissteigerung soll sich an den Effizienzfortschritten orientieren.
Wie das funktionieren kann? Wenn alte Benzinfresser ausgemustert werden und bessere neue Autos auf die Straße rollen, können Autos effizienter werden. Wenn die deutsche Autoflotte 2010 dann zum Beispiel um 2% effizienter wird, darf ruhig das Benzin 2011 um 2% plus Inflation teurer werden. Der gefahrene Kilometer wird dadurch im Durchschnitt nicht teurer.
Zur Langfassung von „Energie und Rohstoffpreise müssen langfristig steigen“
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- Von Ernst Ulrich von Weizsäcker
- 27. März 2010 | 09:48
Der Bundespräsident Prof. Horst Köhler hat im FOCUS-Interview eine tendenzielle Anhebung der Spritpreise empfohlen. Ein Aufschrei der Empörung bei ADAC & Co. war die Folge. Dabei hat der Bundespräsident vollkommen recht. Unser Land hat sich in eine unheilvolle Abhängigkeit vom Auto begeben und unsere Autoindustrie hat Autos hergestellt, die weit mehr Benzin schlucken als nötig. Wie soll es anders sein, wenn Benzin relativ billig bleibt?
Zur Langfassung von „Recht hat der Bundespräsident“
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- Von Ernst Ulrich von Weizsäcker
- 19. März 2010 | 08:48
Als Reaktion auf die rasant gestiegenen Ölpreise wurden 1975 in den USA Effizienzstandards für Autos beschlossen – die sogenannten CAFE-Standards. 1978 wurden diese rechtsgültig. Innerhalb von knapp 20 Jahren erreichten diese Standards eine Steigerung der Treibstoffeffizienz um 50%! Interessant ist, dass der ökologische Effekt aber, nachdem das Öl wieder sehr billig geworden war, kaum positiv war. Die Botschaft der CAFE-Standards und des billigen Bezins war: Jetzt könnt ihr für einen Dollar doppelt so weit fahren, und ihr könnt euch dabei auch dickere Autos leisten. Und beides taten die Amerikaner. Die Pendlerentfernungen verdoppelten sich beinahe, und die Autoflotte wurde zunehmend von Sport Utility Vehicles – SUV’s geprägt.
Zur Langfassung von „Der Bumerangeffekt und die Wirtschaftskrise – das Problem USA“
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- Von Ernst Ulrich von Weizsäcker
- 17. März 2010 | 09:45
In Teil I von Faktor Fünf werden Effizienzchancen geschildert, die die Klima- und Umweltbelastung mindern könnten. Und das ohne Nachteil für das Wachstum! Doch die Erfahrung der Vergangenheit lehrt uns: solche Effizienzgewinne führen in der Regel gerade zu verstärktem Wachstum. Nicht zuletzt beim Energieverbrauch. Dieser überraschende Effekt wird in der Literatur als „Jevons-Paradox“ oder als „Khazzoom-Brookes-Postulat“ oder auch als „Rebound Effekt“ bezeichnet. Auf deutsch: „Bumerangeffekt“.
Zur Langfassung von „Der Bumerangeffekt“
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