Andrea Nahles

Autorenfoto Andrea Nahles

Autoreninfo Andrea Nahles

Der kometenhafte Aufstieg einer engagierten Politikerin

Andrea Nahles wurde 1970 in der Eifel geboren, wo die ehemalige Ministrantin bis heute fest verwurzelt ist. 1988 trat sie in die SPD ein, 1989 gründete sie mit gerade mal 19 Jahren den SPD-Ortsverein in ihrem Heimatort. Von 1995 bis 1999 war Andrea Nahles Bundesvorsitzende der Jusos. 1998 wurde sie erstmals in den Deutschen Bundestag gewählt. Ihre Wiederwahl scheiterte 2002. Seit 2003 gehört die studierte Literatur- und Politikwissenschaftlerin dem SPD-Präsidium an, seit 2005 erneut dem Deutschen Bundestag. In Berlin war sie bis November 2009 Sprecherin der Fraktionsarbeitsgruppe Arbeit und Soziales. Dann wurde Andrea Nahles zur Generalsekretärin der SPD gewählt.

Die kritische Politikerin

Dass Andrea Nahles kein Blatt vor den Mund nimmt, ist über die Parteigrenzen hinaus im ganzen Land bekannt. Die profilierte Vertreterin der SPD-Linken gehörte zu den Kritikern der Agenda-Politik von Gerhard Schröder. Mehrfach hat die praktizierende Katholikin gegen ihre Fraktion gestimmt, unter anderem bei der Stammzellendiskussion, den Spätabtreibungen und der Frage nach einem Gottesbezug in der EU-Verfassung. Wenig bekannt hingegen ist ihr Engagement für den Förderverein Willy-Brandt-Zentrum Jerusalem. Als Vorsitzende setzt sie sich für die Verständigung zwischen jungen Palästinensern und Israelis ein. Darüber hinaus engagiert sich Andrea Nahles bei der gemeinnützigen Europäischen Sonnenenergievereinigung Eurosolar und gehört dem Freundeskreis des Klosters Maria Laach an.

Der verwurzelte Familienmensch

„Frau, gläubig, links“ ist die persönliche Reise durch den Alltag einer Ausnahmepolitikerin zwischen dem Berliner Prenzlauer Berg und einem Dorf in der Eifel. Dort lebt Andrea Nahles im Haus ihrer Urgroßeltern. Dort erholt sie sich vom Berliner Politikbetrieb, dort lässt sie sich für ihre politische Arbeit inspirieren. Und dort ist sie aktiv – als Unterstützerin von kulturellen und sozialen Initiativen.

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Coverbild Frau, gläubig, links

Buchinfo zu „Frau, gläubig, links“

Herz und Hoffnung der SPD

Wohin steuert die SPD nach der verunglückten Bundestagswahl 2009? Welche Perspektiven kann sozialdemokratische Politik den Menschen (noch) bieten? Andrea Nahles blickt in „Frau, gläubig, links“ kritisch auf die Politik der „Neuen Mitte“ zurück. Sie entwirft das Bild einer „Guten Gesellschaft“, in der soziale Verantwortung selbstverständlich und demokratische Teilhabe unverzichtbar sind. Andrea Nahles tut dies auf ganz persönliche Art. Sie schreibt bewusst aus subjektiver Sicht, schildert ihre Vorstellungen von der Zukunft Deutschlands und der SPD. Sie gewährt Einblicke in den Alltag einer Politikerin, die sich in vielfacher Weise für andere Menschen engagiert. Und die nichts so sehr liebt wie ihre Familie und ihr Dorf in der Eifel.

Andrea Nahles – die Machtgierige, Berechnende?

Nur selten fallen mediale und persönliche Wahrnehmung so sehr auseinander wie bei Andrea Nahles. Lange Zeit geisterte sie als „Königsmörderin“ durch die Gazetten. Viele sahen in ihr eine berechnende, nach Macht strebende Politikerin. Als Andrea Nahles 2007 stellvertretende SPD-Vorsitzende wurde, titelte der STERN: „Der letzte Mann der SPD“.

Doch wer Andrea Nahles in der Begegnung mit anderen Menschen erlebt, lernt eine nachdenkliche und selbstkritische Politikerin kennen. Schnell wird klar: Nicht die Macht ist ihr Thema, sondern die Menschen.

Ihr Ziel – eine gute und gerechte Gesellschaft

Schon von klein auf stand die gläubige Katholikin für Gerechtigkeit ein, und das ist bis heute so geblieben. Politik heißt für Andrea Nahles: den Blick auf das Ganze richten und sich für die Schwachen einsetzen. Jahrzehntelang war dies die Antriebsfeder erfolgreicher SPD-Politik, die sich in den Schröder-Jahren aber von ihrer Stammwählerschaft entfremdet hat.

Höchste Zeit für eine Neuausrichtung! „Frau, gläubig, links“ ist die Aufarbeitung des Gewesenen, die Suche nach Gründen für die bittere Wahlniederlage der SPD und der kritische Blick auf die Politik der „Neuen Mitte“. Das autobiografische Sachbuch ist aber gleichzeitig auch engagiertes Plädoyer für einen Neuanfang. Für eine Neuausrichtung nach dem Konzept der „Guten Gesellschaft“.

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