Ernst Ulrich von Weizsäcker
Buchinfo zu „Faktor Fünf“
Eine Revolution des Wirtschaftens kündigt sich an
Die Welt wird sich im 21. Jahrhundert grundlegend verändern. Es gibt nur zwei Möglichkeiten: Entweder lernt die Menschheit, nachhaltig mit der Erde umzugehen, oder die Natur wird zurückschlagen. Ernst Ulrich von Weizsäcker und seine Koautoren Karlson Hargroves und Michael Smith stellen mit Faktor Fünf ihr Konzept eines zukunftssicheren, umweltschonenden Wirtschaftens vor. Sie zeigen, wie sich unsere Rohstoffe effizienter nutzen lassen. Und wie sich mit dem Einsatz neuer Technologien sogar Wohlstand und Lebensqualität erhöhen können. In China und Indien genauso wie in Europa und Amerika.
Wie sich Wohlstand und Lebensqualität steigern lassen – und die Umwelt geschützt wird
Mitte der 1990er Jahre entwickelten Ernst Ulrich von Weizsäcker und Amory Lovins in ihrem Bestseller „Faktor Vier“ das wegweisende Konzept eines neuen Wirtschaftens. Dieses Konzept brachte vermehrten Wohlstand mit Umwelt- und Ressourcenschutz in Einklang. Die Formel Faktor Vier erhob Ressourcenproduktivität zum technologischen Leitmotiv unserer Zeit. Seitdem sind die ökologischen Signale bedrohlicher geworden. Klimaschutz, Artensterben und knappe Bodenschätze machen einen grundlegenden Wandel unvermeidbar. Der eher anekdotische Ansatz von Faktor Vier reicht nicht mehr, sagen die Autoren.
Der logische Schluss ist nun „Faktor Fünf“, der neue Bericht an den Club of Rome. In der einfachen Formel steckt das Konzept einer zukunftssicheren, umweltverträglichen Wirtschaftspolitik. Fazit: Wenn die Rohstoffe fünfmal besser genutzt werden als bisher, lässt sich ein deutlicher Zuwachs an Wohlstand und Lebensqualität herbeiführen. Die Autoren zeigen, wie sich die Ressourcenplünderung und die CO2-Ausstöße verringern lassen – und zwar in allen Wirtschaftssektoren. Vor allem in jenen , die weltweit am meisten Energie, Wasser und Rohstoffe verbrauchen sowie die höchsten Treibhausgasemissionen freisetzen.
Faktor Fünf – wegweisend für den technologischen Fortschritt und für nachhaltiges Wachstum
Vieles kann sich auf diesem Weg verändern und verbessern, prognostiziert Ernst Ulrich von Weizsäcker. Die Industrie würde eleganter, die Kultur weniger schwerfällig. Die Politik würde einen langfristig verlässlichen Rahmen setzen. Das soziale Miteinander und die Gerechtigkeit kämen wieder zur Geltung. Doch ganz ohne Zutun jedes Einzelnen geht’s nicht. Damit Faktor Fünf gelingen kann, muss jeder von uns seine Lebensweise ändern. Wir müssen genügsamer werden. Maßlosigkeit und Gier können auf Dauer kein Leitwert für eine menschenwürdige Gesellschaft sein.


