Ernst Ulrich von Weizsäcker

Autorenfoto Ernst Ulrich von Weizsäcker

Autoreninfo Ernst Ulrich von Weizsäcker

Ernst Ulrich von Weizsäcker integriert die Talente seiner Familie in seiner eigenen Biographie aufs Vortrefflichste. Sein Vater war der Physiker Carl Friedrich von Weizsäcker und sein Onkel der ehemalige Bundespräsident Richard von Weizsäcker. Prof. Dr. Dr. h. c. Ernst Ulrich von Weizsäcker ist promovierter Biologe und Politiker der SPD. Er gilt als wichtiger Vordenker einer nachhaltigen Ausrichtung der Wirtschaft. Seine Arbeit dreht sich um die Frage, wie die wachsende Menschheit ihre materiellen Bedürfnisse langfristig befriedigen und gleichzeitig die Umwelt als lebensnotwendige Grundlage bewahren kann. Mit seinen wissenschaftlichen Arbeiten, Ideen und Vorschlägen hat der Naturwissenschaftler in den letzten Jahrzehnten wichtige Beiträge für diese gesellschaftliche Debatte geliefert. Hierbei trug er wesentlich zur Verankerung dieses neuen Denkens in Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft bei. Sein neuester Wurf, „Faktor Fünf“, das Nachfolgebuch seines Bestsellers „Faktor Vier“, zeigt, wie sich mit dem Einsatz neuer Technologien Wohlstand und Lebensqualität erhöhen lassen.

Der Werdegang eines engagierten Ausnahmewissenschaftlers

Über viele Jahrzehnte war Professor von Weizsäcker in bedeutenden Einrichtungen tätig, hat dort wichtige Aufgabenfelder angestoßen und grundlegende Strukturen geschaffen. Er war unter anderem Präsident der Universität Kassel, Direktor am UNO-Zentrum für Wissenschaft und Technologie in New York und Direktor des Instituts für Europäische Umweltpolitik Bonn, London und Paris. Als Gründungspräsident hat er maßgeblich das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie mit aufgebaut.

Auch außerhalb der Ökologie erlangte er internationales Ansehen. 2002 wurde er in die Weltkommission für soziale Fragen der Globalisierung berufen. Im Bundestag leitete er in der 15. Wahlperiode den Umweltausschuss. Bis 2008 lehrte Ernst Ulrich von Weizsäcker als Dekan der Donald Bren School an der Universität von Kalifornien, Santa Barbara.

Für seine Arbeit und sein Engagement erhielt der Naturwissenschaftler eine Vielzahl von Auszeichnungen. 2008 bekam er den Deutschen Umweltpreis, 2009 das große Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschlands. Er ist verheiratet und Vater von fünf Kindern.

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Coverbild Faktor Fünf

Buchinfo zu „Faktor Fünf“

Eine Revolution des Wirtschaftens kündigt sich an

Die Welt wird sich im 21. Jahrhundert grundlegend verändern. Es gibt nur zwei Möglichkeiten: Entweder lernt die Menschheit, nachhaltig mit der Erde umzugehen, oder die Natur wird zurückschlagen. Ernst Ulrich von Weizsäcker und seine Koautoren Karlson Hargroves und Michael Smith stellen mit Faktor Fünf ihr Konzept eines zukunftssicheren, umweltschonenden Wirtschaftens vor. Sie zeigen, wie sich unsere Rohstoffe effizienter nutzen lassen. Und wie sich mit dem Einsatz neuer Technologien sogar Wohlstand und Lebensqualität erhöhen können. In China und Indien genauso wie in Europa und Amerika.

Wie sich Wohlstand und Lebensqualität steigern lassen – und die Umwelt geschützt wird

Mitte der 1990er Jahre entwickelten Ernst Ulrich von Weizsäcker und Amory Lovins in ihrem Bestseller „Faktor Vier“ das wegweisende Konzept eines neuen Wirtschaftens. Dieses Konzept brachte vermehrten Wohlstand mit Umwelt- und Ressourcenschutz in Einklang. Die Formel Faktor Vier erhob Ressourcenproduktivität zum technologischen Leitmotiv unserer Zeit. Seitdem sind die ökologischen Signale bedrohlicher geworden. Klimaschutz, Artensterben und knappe Bodenschätze machen einen grundlegenden Wandel unvermeidbar. Der eher anekdotische Ansatz von Faktor Vier reicht nicht mehr, sagen die Autoren.

Der logische Schluss ist nun „Faktor Fünf“, der neue Bericht an den Club of Rome. In der einfachen Formel steckt das Konzept einer zukunftssicheren, umweltverträglichen Wirtschaftspolitik. Fazit: Wenn die Rohstoffe fünfmal besser genutzt werden als bisher, lässt sich ein deutlicher Zuwachs an Wohlstand und Lebensqualität herbeiführen. Die Autoren zeigen, wie sich die Ressourcenplünderung und die CO2-Ausstöße verringern lassen – und zwar in allen Wirtschaftssektoren. Vor allem in jenen , die weltweit am meisten Energie, Wasser und Rohstoffe verbrauchen sowie die höchsten Treibhausgasemissionen freisetzen.

Faktor Fünf – wegweisend für den technologischen Fortschritt und für nachhaltiges Wachstum

Vieles kann sich auf diesem Weg verändern und verbessern, prognostiziert Ernst Ulrich von Weizsäcker. Die Industrie würde eleganter, die Kultur weniger schwerfällig. Die Politik würde einen langfristig verlässlichen Rahmen setzen. Das soziale Miteinander und die Gerechtigkeit kämen wieder zur Geltung. Doch ganz ohne Zutun jedes Einzelnen geht’s nicht. Damit Faktor Fünf gelingen kann, muss jeder von uns seine Lebensweise ändern. Wir müssen genügsamer werden. Maßlosigkeit und Gier können auf Dauer kein Leitwert für eine menschenwürdige Gesellschaft sein.

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